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Das Riechen entschlüsseln




Hanns Hatt, Leiter des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum

 



In ein Mikroarray integrierte menschliche Geruchsrezeptorproteine können als Biosensoren für Düfte dienen.

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Undecanal verhindert die Wahrnehmung von Bourgeonal. Nasenschleimhaut und Spermien enthalten dieselben Riechrezeptoren.

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„Vom Riechrezeptor zum Biosensor“, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Zellphysiologie, Bochum

 

Professor Hanns Hatt, Leiter des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum, hatte das Ziel, die Funktionen der Riechrezeptoren zu entschlüsseln. Am Ende des Forschungsprojekts werden Diagnose- und Therapieverfahren entstehen, die diese natürlichen Funktionen nutzen und verändern. Denn, so Hatt: „Dass auch Hautzellen, Krebszellen, Nieren- und Samenzellen über olfaktorische Rezeptoren verfügen, eröffnet Möglichkeiten, diese zu steuern.“ So kann Samenzellen durch einen Blockerduft der Reiz zum Andocken an die Eizelle genommen werden, Ansatzpunkt für ein nicht-hormonelles Verhütungsmittel. Auch die Reaktion von Tumorzellen auf bestimmte olfaktorische Reize könnte genutzt werden, um deren Ausbreiten zu verhindern. Die Erkenntnis des natürlichen (Riech-)Prozesses liefert also den Ansatz für neue Produkte, menschengemacht und für den Menschen. Ein solches Produkt, wenn auch nicht aus den Life Sciences, stellt zum Beispiel eine neue Art von Türschloss dar: Es kann den richtigen Bewohner am Körperduft erkennen, zeichnet sich also durch spezielle Chemosensoren für den individuellen Geruch eines Menschen aus.

 

Professor Peter Zec, geschäftsführender Vorstand des Design Zentrums Nordrhein Westfalen und designierter Präsident des Internationalen Designdachverbandes ICSID, war begeistert von dem enormen Potenzial dieser genetischen Erkenntnisse: „Das wirklich beeindruckende an diesem Konzept ist, dass hier durch Grundlagenforschung die Basis für völlig neue Produkte geschaffen wird. Die Forschungen beinhalten ein enormes Innovationspotenzial und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Produktentwicklung und des Designs.“

Übersicht der ausgewählten Konzepte:

 

Das Riechen entschlüsseln

„Vom Riechrezeptor zum Biosensor“, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Zellphysiologie, Bochum

 

Halswirbel fixieren ohne Schrauben

„Crano - eine Cervikalorthese“, Julia Hanisch und Timo Wurz, Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd

 

Gehirne geschwind operieren

„LAXAR OP-System“, Andrea Feuerabend und Friedemann Schreiber, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

 

Natürliche Empfängnisverhütung ist Hautsache

„ovu`love“, Wilddesign, Gelsenkirchen und GEO-Design, Japan

 

Knorpel wachsen und Schwämme verschwinden lassen

„Innovatives 3D-Design von Biomaterialien für die Regenerative Medizin“, Matricel, Herzogenrath

 

Babys Hörfähigkeit testen

„OtoRead”, DESIGN/NORD und Interacoustics A/S, Dänemark

 

Mehr fühlen mit der Unterschenkel-Prothese

„Otto Bock Harmony System“, Otto Bock Healthcare GmbH, Duderstadt

 

Gedächtnis stützen und Demenzkranken Halt geben

„Senso. My Personal Lifebook“, Pelin Celik und Pilotfish GmbH, München

 

Schmerzen lindern aber Schmerzmittel kontrollieren

„Lockout System”, Ing. Erich Pfeiffer GmbH, Radolfzell, und item design & development, Ascheberg

 

Chirurgen im Cyber-Space

„Sphere – ein OP Szenario“, piu products, Essen

 

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