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Gehirne geschwind operieren




Ein Ring, der um den Kopf des Patienten positioniert wird enthält Instrumente.

 



Die beiden Vorgänge "Spülen" und "Saugen" kombiniert der "Spülsauger Mosquito.

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Auf dem Ring selbst kann der Chirurg sich abstützen, um die Instrumente ruhig zu führen und seine Muskeln vor Ermüdung zu schützen.

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„LAXAR OP-System“, Andrea Feuerabend und Friedemann Schreiber, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

 

Ein OP-System für die Neurochirurgie reichten Andrea Feuerabend und Friedemann Schreiber ein. In ihrer Diplomarbeit haben die beiden Studenten der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd den OP-Ablauf bei typischen neurochirurgischen Eingriffen beobachtet und dabei festgestellt, dass diese Operationen dem Chirurgen extreme Präzision, Sensibilität und ein hohes Maß an Konzentration abverlangen. Die Abhängigkeit vom Operationsteam, viele Instrumente und häufige Instrumentenwechsel und -zufuhr verursachen Kosten, Belastungen für den Patienten, Verzögerungen und Wartesituationen, was den Chirurgen vom Operationsfeld ablenkt. Verbessern wollen die Studenten diese Bedingungen durch eine präzise und weniger ermüdende Arbeitsumgebung, die die Wartezeiten des Chirurgen auf neue Instrumente verringern, damit seine Konzentration verbessern und die ganze OP verkürzen soll. Alle OP-relevanten Menschen und Instrumente sind kreisförmig um die „OP-Insel“ Patient und Chirurg angeordnet. Ein Ring, der um den Kopf des Patienten positioniert wird, enthält Instrumente wie die Hauthäkchen, die die Kopfhaut spreizen, und Hirnspatel, die das Gehirn während der OP fixieren. Auf dem Ring selbst kann der Chirurg sich abstützen, um die Instrumente ruhig zu führen und seine Muskeln vor Ermüdung zu schützen. Kombinationsinstrumente ergänzen das System: Sie sollen das Wechseln reduzieren und damit die OP sicherer und schneller machen. Die beiden unablässigen Vorgänge „Spülen“ und „Saugen“ kombiniert zum Beispiel der „Spülsauger Mosquito“. Ein Zwei-Kammer-System kann abwechselnd die Gehirnzellen, die normalerweise in Flüssigkeit lagern, feucht und das Operationsfeld sauber halten. Die Kombinationsinstrumente vereinigen nach Feuerabend und Schreiber fünf der häufigsten Prozesse in zwei Instrumenten. Das OP-System, das die Studenten in Zusammenarbeit mit Neurochirurgen entwickelt haben, soll die Operationsdauer bei zukünftigen Operationen um bis zu 30 Prozent verkürzen.

Übersicht der ausgewählten Konzepte:

 

Das Riechen entschlüsseln

„Vom Riechrezeptor zum Biosensor“, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Zellphysiologie, Bochum

 

Halswirbel fixieren ohne Schrauben

„Crano - eine Cervikalorthese“, Julia Hanisch und Timo Wurz, Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd

 

Gehirne geschwind operieren

„LAXAR OP-System“, Andrea Feuerabend und Friedemann Schreiber, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

 

Natürliche Empfängnisverhütung ist Hautsache

„ovu`love“, Wilddesign, Gelsenkirchen und GEO-Design, Japan

 

Knorpel wachsen und Schwämme verschwinden lassen

„Innovatives 3D-Design von Biomaterialien für die Regenerative Medizin“, Matricel, Herzogenrath

 

Babys Hörfähigkeit testen

„OtoRead”, DESIGN/NORD und Interacoustics A/S, Dänemark

 

Mehr fühlen mit der Unterschenkel-Prothese

„Otto Bock Harmony System“, Otto Bock Healthcare GmbH, Duderstadt

 

Gedächtnis stützen und Demenzkranken Halt geben

„Senso. My Personal Lifebook“, Pelin Celik und Pilotfish GmbH, München

 

Schmerzen lindern aber Schmerzmittel kontrollieren

„Lockout System”, Ing. Erich Pfeiffer GmbH, Radolfzell, und item design & development, Ascheberg

 

Chirurgen im Cyber-Space

„Sphere – ein OP Szenario“, piu products, Essen

 

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