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Gedächtnis stützen und Demenzkranken Halt geben




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„Senso. My Personal Lifebook“, Pelin Celik und Pilotfish GmbH, München

 

Nach und nach das Gedächtnis, Erinnerungen und die Orientierung zu verlieren, ist ein Albtraum, der für mehr als fünf Prozent der deutschen Bevölkerung in Form einer Demenzerkrankung im Alter Realität wird. Mit diesem Problem setzen sich Pelin Celik und die Pilotfish GmbH in ihrem Konzept „Senso. My Personal Lifebook“ auseinander. „Senso“ besteht aus drei Produktkomponenten und setzt zeitlich bereits weit vor der eigentlichen Erkrankung an: Eine Art „digitales Tagebuch“ ermöglicht es, schon lange bevor die Vergesslichkeit einsetzt, Adressen, Telefonnummern, Fotos und Erinnerungen zu speichern und jederzeit abzurufen. So entsteht im Laufe der Jahre ein elektronisches Gedächtnis, das es ermöglicht, sich an Personen, Orte oder Erlebnisse zu erinnern. Das „Lifebook“, das wie ein Schmuckstück um den Hals getragen wird, verfügt darüber hinaus über eine Telefon-, eine Notruf-, eine Navigations- sowie eine Suchfunktion, mit der verlegte Gegenstände, die mit einem RFID-Chip ausgestattet wurden, geortet werden können. Es wird ergänzt durch den „Souffleur“, eine hörgerätähnliche Vorrichtung, die im Ohr getragen wird. Der „Souffleur“ überwacht die Vitalfunktionen, dient als Telefonhörer und Hörgerät. Die wichtigste Funktion besteht allerdings darin, dass der „Souffleur“ anhand der Vitalfunktionen ablesen kann, wenn sein Träger nervös wird, weil dieser beispielsweise sein Gegenüber nicht mehr erkennt. In Kombination mit der Personenerkennungsfunktion des „Personal Lifebooks“ identifiziert er die Person anhand der Stimme oder mittels der integrierten Digitalkamera und teilt dem Demenzkranken den Namen mit.

 

Die dritte Produktkomponente ist das „EMO Pillow“, ein Kissen, das auch als Bildschirm dient, um Fotos oder Filme anzusehen. Es kann die Oberflächenstruktur wechseln, Düfte speichern und so das Erinnerungsvermögen auf einer emotionalen Ebene stärken.

 

Die Juroren lobten bei „Senso“ vor allem den ganzheitlichen konzeptionellen Ansatz. „Das Problem der Altersvergesslichkeit wird hier nicht isoliert und rein medizinisch gesehen. Stattdessen wird eine humane Möglichkeit aufgezeigt, wie der Betroffene mit Hilfe einer unauffälligen Erinnerungsstütze länger seine Würde und seine Eigenständigkeit bewahren kann. Das Konzept des ‚Personal Lifebooks‘ ist meiner Meinung nach darüber hinaus auch durchaus für jüngere Zielgruppen interessant“, so Professor Peter Zec. 

Übersicht der ausgewählten Konzepte:

 

Das Riechen entschlüsseln

„Vom Riechrezeptor zum Biosensor“, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Zellphysiologie, Bochum

 

Halswirbel fixieren ohne Schrauben

„Crano - eine Cervikalorthese“, Julia Hanisch und Timo Wurz, Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd

 

Gehirne geschwind operieren

„LAXAR OP-System“, Andrea Feuerabend und Friedemann Schreiber, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

 

Natürliche Empfängnisverhütung ist Hautsache

„ovu`love“, Wilddesign, Gelsenkirchen und GEO-Design, Japan

 

Knorpel wachsen und Schwämme verschwinden lassen

„Innovatives 3D-Design von Biomaterialien für die Regenerative Medizin“, Matricel, Herzogenrath

 

Babys Hörfähigkeit testen

„OtoRead”, DESIGN/NORD und Interacoustics A/S, Dänemark

 

Mehr fühlen mit der Unterschenkel-Prothese

„Otto Bock Harmony System“, Otto Bock Healthcare GmbH, Duderstadt

 

Gedächtnis stützen und Demenzkranken Halt geben

„Senso. My Personal Lifebook“, Pelin Celik und Pilotfish GmbH, München

 

Schmerzen lindern aber Schmerzmittel kontrollieren

„Lockout System”, Ing. Erich Pfeiffer GmbH, Radolfzell, und item design & development, Ascheberg

 

Chirurgen im Cyber-Space

„Sphere – ein OP Szenario“, piu products, Essen

 

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