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Preisverleihung des life science design award: concepts |
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Chirurgen im Cyberspace
Durch virtuelle Operationen am dreidimensionalen Datenmodell des Patienten zu mehr Sicherheit im OP: Chirurgen im Cyberspace – das ist noch Zukunft, könnte jedoch schon in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden. Das Essener Designbüro piu products arbeitet an einem solchen Modell mit dem Namen „Sphere“ und wurde dafür jetzt ausgezeichnet – mit dem ersten Preis in Höhe von 10.000 Euro im „life science design award: concepts“. NRW-Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart ehrte die Preisträger am 16. November im Rahmen der Medica in Düsseldorf.
„Der Wettbewerb lenkt die Aufmerksamkeit auf ein neues Arbeitsfeld: das Produkt- und Materialdesign in den Life Sciences. Gutes Design unterstützt die schnelle und anwendergerechte Umsetzung medizinischer Lösungen – und damit die Vermarktung von Innovationen“,sagte Minister Pinkwart.
Die Auszeichnungen des „life science design award:concepts“ wurden auf der MEDICA 2005 erstmals verliehen. Ziel des Wettbewerbs war es, Designer und Unternehmen, Forscher und Wissenschaftler zusammenzubringen und deren Potenziale zu bündeln, damit sie gemeinsam zukunftsweisende Konzepte für Produkte aus dem Bereich der Lebenswissenschaften entwickeln.
„Preisträger sind echte Visionäre“ Die Vergabe des ersten Preises für „Sphere – ein OP-Szenario“ begründete Dr. Sylvia Deutschmann, Geschäftsführerin der Life Science Agency und Vorsitzende der Jury: „Viele der für dieses Konzept nötigen Technologien gibt es schon, andere sind auf Basis des heutigen Erkenntnisstands möglich. Dennoch hat es der Jury einige Vorstellungskraft abverlangt, diesen revolutionären Ansatz nachzuvollziehen. Kurzum: piu products haben sich mit diesem Szenario als echte Visionäre hervorgetan“
Die Preisträger Im „life science design award:concepts“, der in diesem Jahr erstmalig von der Life Science Agency ausgeschrieben und in Kooperation mit dem Design Zentrum Nordrhein Westfalen konzipiert und durchgeführt wurde, sollte ursprünglich ein einziges Preisgeld von 20.000 Euro vergeben werden. Angesichts der hohen Qualität der knapp siebzig eingereichten Konzepte aus 14 Ländern entschied die Jury jedoch, das Preisgeld aufzuteilen und insgesamt drei Preise zu vergeben. Den zweiten Platz (7.000 Euro) belegten die Designbüros Wilddesign (Gelsenkirchen) und GEO-Design (Tokio) mit ihrem Kooperationskonzept „ovu ’love “, einem innovativen Konzept zur natürlichen Empfängnisverhütung. Der aktuelle Hormonwert wird durch Photospektrometrie ermittelt und teilt sich durch Lichteffekte auf der transluzenten Oberfläche des Gerätes mit. Der dritte Preis (3.000 Euro) ging an die beiden Studenten Julia Hanisch und Timo Wurz von der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd für ihre Diplomarbeit „Crano – eine Cervikalorthese“. Im Unterschied zur bisherigen Stabilisierung der Halswirbelsäule muss der Kopfring bei der Cervikalorthese nicht mehr am Kopf verschraubt werden.
Besondere Erwähnung für Grundlagenforschung an Riechrezeptoren Neben den drei Hauptpreisen sprach die Jury noch eine besondere Erwähnung für die Forschungsarbeit „Vom Riechrezeptor zum Biosensor“ des renommierten Bochumer Professors Hanns Hatt aus. Professor Hatt, Leiter des Lehrstuhls für Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum, arbeitet daran, die Funktionen der Riechrezeptoren zu entschlüsseln. Jurymitglied Professor Peter Zec, Leiter des Design Zentrums Nordrhein Westfalen und Präsident des Internationalen Designdachverbandes ICSID, war begeistert von dem enormen Potenzial dieser genetischen Erkenntnisse: „Das wirklich Beeindruckende an diesem Konzept ist, dass hier durch Grundlagenforschung die Basis für völlig neue Produkte geschaffen wird. Die Forschungen beinhalten ein enormes Innovationspotenzial und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Produktentwicklung und des Designs.“
Sonderausstellung und Forum Insgesamt waren zehn Konzepte für das Preisgeld von 20.000 Euro nominiert. Alle zehn Konzepte sind noch bis zum 19. November 2005 in einer Sonderausstellung auf der Medica 2005 in der Galerie der Halle 7.1 zu sehen. Darüber hinaus wird ein umfassendes Programm im Life-Science-Karriereforum die Karrierechancen für Mediziner, Naturwissenschaftler, Ingenieure und Produktdesigner rund um die Life Sciences und das Produkt-/ Materialdesign aufzeigen und verbessern. Zu den Teilnehmern gehören die Qiagen, das Fraunhofer SCAI, Wyeth Pharma und viele mehr.
Publikation Die nominierten Konzepte sowie Vorträge, die im Rahmen der „life science design conference“ im Mai dieses Jahres gehalten wurden, bilden die Grundlage des „life science design report“. Das Buch wird ergänzt durch Beiträge von Wissenschaftlern und Designern sowie durch einen Serviceteil und bietet somit einen umfangreichen Überblick über die derzeitigen Entwicklungen im Wachstumsmarkt „Life Science Design“. Die Publikation ist in englischer Sprache erschienen und im Buchhandel erhältlich (ISBN 3-89939-078-4).
Daten und Fakten:
Zum life science design award: concepts (lsda) Die Life Science Agency (LSA) veranstaltete in Kooperation mit dem Design Zentrum Nordrhein Westfalen den ersten Wettbewerb „life science design a ward:concepts“ (lsda) für neue Ideen und Konzepte, die den Anspruch an innovative Produktformen in den Lebenswissenschaften einlösen und so die Gestaltung humaner Zukunftsprodukte beeinflussen. Zur Zielgruppe gehörten Produktdesigner sowie Wissenschaftler und Unternehmer aus den Life Sciences.
Eine internationale Jury hat aus knapp 70 Einreichungen zehn Konzepte nominiert, die auf der MEDICA 2005 in der Galerie der Halle 7.1 ausgestellt werden. Auf der MEDICA wurde auch das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro verliehen.
Der internationalen Jury gehörten folgende fünf Vertreter aus Forschung, Design und Medienwelt an: Andreas Haug, Phoenix Design in Stuttgart, Tapani Hyvönen, ED-Design in Turku, Finnland, Melanie Ruprecht, DIE ZEIT in Hamburg, Prof. Dr. Rainer M. M. Seibel, Radiologie Institut in Mülheim an der Ruhr, und Prof. Dr. Peter Zec, Design Zentrum Nordrhein Westfalen, Essen.
Die Messe Düsseldorf und die Life Technologies Ruhr/Projekt Ruhr sind Projektpartner, DIE ZEIT sowie MIT Technology Review sind Medienpartner des lsda.
Preisträger des „life science design award:concepts“:
1. Platz (10.000 Euro): „Sphere – ein OP-Szenario“, piu products, Essen
2. Platz (7.000 Euro): Natürliche Empfängnisverhütung ist Hautsache „ovu ’love“, Wilddesign, Gelsenkirchen, und GEO-Design, Tokio, Japan
3. Platz (3.000 Euro): Halswirbel fixieren ohne Schrauben „Crano – eine Cervikalorthese“, Julia Hanisch und Timo Wurz, Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd
Besondere Erwähnung: „Vom Riechrezeptor zum Biosensor“, Prof.Dr.Hanns Hatt, Lehrstuhl für Zellphysiologie, Ruhr-Universität Bochum
Außerdem waren nominiert:
„LAXAR OP -System“, Andrea Feuerabend und Friedemann Schreiber, Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
Knorpel wachsen und Schwämme verschwinden lassen „Innovatives 3D -Design von Biomaterialien für die regenerative Medizin“, Matricel, Herzogenrath
„OtoRead“, DESIGN/NORD und Interacoustics A/S, Dänemark
Mehr fühlen mit der Unterschenkel-Prothese „Otto Bock Harmony® System“, Otto Bock HealthCare GmbH, Duderstadt
Gedächtnis stützen und Demenzkranken Halt geben „Senso – My Personal Lifebook“, Pelin Çelik und Pilotfish GmbH, München
Schmerzen lindern, aber Schmerzmittel kontrollieren „Lockout System“, Ing.Erich Pfeiffer GmbH, Radolfzell, und item design & development, Ascheberg |
Meilensteine 2005Ausstellung und Preisverleihung Medica 2005, Düsseldorf 16. - 19. November 2005 |
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